Einige Fachbegriffe kurz erklärt

 

Alleebaum Straßenbaum, Hochstämme mit einem Kronenansatz ab 2,20, mit geradem, durchgehenden Leittrieb / Haupttrieb, die man später problemlos aufasten kann, zur Erhaltung des Lichtraumprofils im Straßenverkehr (Zweige dürfen eine Straße nicht verengen oder störend hineinragen)
Alternanz Obstertrag im zweijährigen Turnus, die Ausbildung zahlreicher Früchte verhindert, dass Knospen fürs Folgejahr gebildet werden
aufasten,aufputzen
bei Hochstämmen, Entfernen von Seitenästen zur Leittriebbildung, Lichtraumprofil im Verkehr
aufschulen
pflanzen, Gehölze auf dem Feld (Quartier) aufpflanzen
Auge
Knospe im Ruhezustand
autochthon "Standortgerechtigkeit" einer Pflanze, Vermehrungsmaterial (Saatgut) einer Pflanze soll aus dem Wuchsgebiet / Wuchsbezirk stammen, in dem die Pflanze gepflanzt werden soll
Ballen schützendes Erdreich um die Wurzeln, lebenswichtig für einige Pflanzengruppen während des Transportes und zwischen Roden und Pflanzung, Ballenbildung wird erreicht durch wiederholtes Verpflanzen oder Unterschneiden alle 2-3-4 Jahre
mit Ballen mit Wurzel-schützendem Erdreich
ohne Ballen wurzelnackt, ohne Erde
Ballen stechen Herausnehmen vom Pflanzen mit Ballen mit dem Spaten oder der Ballenstechmaschine / Ballenschneider
Ballenschneider Maschine, die mit unterschiedlich großen Messern hydraulisch Ballen stechen, ausheben und auf das Ballentuch setzen kann
ballieren Schutz der Wurzelballen für den Transport, ein Ballenleinen wird an den vier Ecken über Kreuz um den Ballen gebunden, Ballenleinen aus Jute: muss nach dem Pflanzen nicht aufgeknotet werden, verrottet vollständig innerhalb von 3-6 MonatenBallenleinen Konitex: nach dem Pflanzen aufknoten, verrottet zu 90 % innerhalb von 6-12 Monaten, (z.B. bei Pflanzen nötig, die bis zu 6 Mon. im Einschlag stehen)
Container Pflanzgefäße / Töpfe ab 2 Liter Inhalt
Drahtballierung zur Ballenfestigkeit während des Transportes von Großpflanzen, vorgefertigte Drahtkörbe werden um den Erdballen gelegt und festgedrahtet, der Draht muss unverzinkt und roh sein, damit er sich später im Boden zersetzt
einschlagen gerodete Pflanzen mit ihren Wurzeln in die Erde bringen, zum Schutz gegen Frost im Winter oder gegen Austrocknung im Frühjahr/Sommer, besonders wichtig bei wurzelnackten Pflanzen, kann mit dem Spaten oder maschinell erfolgen
Fußstamm niedrigste Stammform, z.B. bei Johannis- und Stachelbeersorten, die Verzweigung fängt über einem Stämmchen von 40-50 cm Höhe an
Garnierung die Verteilung von Trieben und Zweigen z.B. am Stamm von Heistern
Halbstamm eine Stammhöhe von 100-120 cm Stammlänge zwischen Wurzel und Kronenanfang, z.B. bei Obstbäumen
Heister baumartig gewachsenes Gehölz, mit von unten bis oben gleichmäßiger Seitenbezweigung
Hippe in der Baumschule übliche Messerform, mit geschwungener Klinge, z.B. Kopulierhippe zum Veredeln oder Schwunghippe zum Schneiden dicker Triebe oder Formieren
Hochstamm Alleebäume oder Obsthochstämme werden bis auf eine Höhe von 1,80 m oder bis 2,20 m (= Kronenansatz) aufgeastet gezogen, ein gerader Leittrieb ist wichtig, damit Alleebäume am späteren Standort noch höher aufgeastet werden können (Lichtraumprofil)
Rüttelpflug Gerät zur Pflanzenrodung, Pflanzen (meist in der Größe von 30-150 cm) werden unterschnitten, angehoben und gleichzeitig gerüttelt, und damit in einem Arbeitsgang von Erde befreit
Solitär, Solitärpflanze 1. Pflanze für Einzelstellung in Garten oder Park, 2. eine in der Baumschule über Jahre kultivierte Pflanze aus extraweitem Stand und mehrmals verpflanzt, die für Einzelstellung geeignet ist
sortieren Pflanzen nach Größen und Gütebeschaffenheit einordnen und festhalten, z.B. Sträucher und Heckenpflanzen nach Höhe, Stärke, Seitenbezweigung, Triebanzahl, Hochstämme/Alleebäume nach Stammumfang in 1 m Höhe gemessen
stäben Pflanzen an Bambusstäbe (Tonkinstäbe) binden, damit sie einen geraden Stamm / führenden Trieb ausbilden und zum Anbinden instabiler Triebe bei Kletterpflanzen; gerade Stammbildung ist z.B. wichtig bei Alleebäumen / Straßenbäumen zur späteren Herstellung des Lichtraumprofils im Straßenverkehr
Stand, aus extraweitem Stand Pflanzabstände für verschiedene Kulturen, abhängig vom Nahrungsbedarf oder Entwicklung /Alter der Pflanze, z.B. Solitärpflanzen mit genügend zur Verfügung stehendem Wuchsraum für ein gleichmäßiges, breites und hohes Wachstum
Staude mehrjährige, krautige Pflanzen, deren Laub im Winter abtrocknet oder einzieht
Steckling junge und weiche (unausgereifte bis ausgereifte) Triebteilstücke mit Blättern, die zum richtigen Zeitpunkt in Substrat gesteckt bewurzeln und sich je nach Art nach einer bestimmten Zeit zur fertigen Pflanze entwickeln
Steckholz eine Wintervermehrung mit ausgereiften verholzten Trieben ohne Laub, Steckholzlänge je nach Art 15-20 cm, zunächst in Sand einschlagen oder im Kühlhaus lagern und im Frühjahr in gut vorbereitetem Boden stecken und festtreten
Strauch mehrtriebig wachsendes Gehölz, wächst vom Boden her buschig verzweigt
Substrat Mischung von organischen und / oder mineralischen Stoffen für die Kultur von Pflanzen in Töpfen, Bestandteile sind mit einem Hauptanteil Weißtorf auch Zuschlagstoffe wie Rindenhumus, Kompost, Sand, Holzfaser, Reisspelze, Kokosfaser für bessere Durchlüftung, Nährstoff- und ph-Wert-Pufferung und Wasserhaltekraft
Veredlung Vermehrungsmöglichkeiten von Pflanzen, z.B. durch Okulation und Kopulation
 
     
     
 

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